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Forschungsförderung

Nordamerika

Kanada und USA: Partner in Wissenschaft, Forschung und Innovation

Die USA und Kanada sind für Deutschland wichtige Partner in der Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, die durch zahlreiche bilaterale und multilaterale Technologie- und Wissenschaftsabkommen gefestigt ist. 

Kanada

(Stand November 2015)

Politischer Rahmen für die bilaterale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung

Deutschland und Kanada haben 1971 ein Regierungsabkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit abgeschlossen und kooperieren über 40 Jahre erfolgreich. Das Abkommen trat am 30. Juni 1971 in Kraft und hat zu einer regen bilateralen wissenschaftlichen und technologischen Kooperation geführt.
Seit 1975 besteht darüber hinaus ein Kulturabkommen mit Kanada. Im Jahr 2002 hat das BMBF für die Bundesregierung mit Kanada eine Gemeinsame Erklärung über ein Austauschprogramm für junge Arbeitnehmer unterzeichnet. Zudem wurde 1996 ein Abkommen zwischen Kanada und der EU abgeschlossen.
Neben diesen vertraglichen Rahmenbedingungen ist hervorzuheben, dass Kanada in der letzten Dekade erhebliche F&E-Neuinvestitionen in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie getätigt hat. Daraus ergeben sich wichtige Potenziale für die Zusammenarbeit.

Schwerpunkte der Kooperation zwischen Deutschland und Kanada

Die Schwerpunkte der Kooperation wurden im Laufe der Zusammenarbeit an die nationalen Prioritäten beider Länder angepasst und konzentrieren sich derzeit im Wesentlichen auf folgende Bereiche:

  • Ein Schwerpunkt gemeinsamen Interesses ist die Pflanzengenomforschung. Im Rahmen der Förderbekanntmachung „Bioökonomie International“ (BMBF/Ref. 617) werden zwei Projekte mit kanadischen Partnern ab 2014 gefördert.
  • Deutschland und Kanada sind strategische Partner im Bereich der Brennstoffzellenforschung. Das BMBF/Ref. 722 (Grundlagenforschung Energie) fördert derzeit ein deutsch-kanadisches Verbundprojekt zum Thema PEM-Brennstoffzellen (Polymerelektrolytbrennstoffzellen).
  • In den Geowissenschaften führen die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsame Forschungsprojekte mit dem Geological Survey of Canada (GSC) vor allem in den Themenbereichen mariner und terrestrischer Umweltgeologie sowie Polargeologie durch.
  • Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kooperiert direkt mit der Canadian Space Agency (CSA), dem Canada Centre for Mapping and Earth Observation (CCMEO) und verschiedenen Universitäten. Die gemeinsame Nutzung von Radardaten und die wechselseitige Nutzung der Bodenstationen stehen hier im Fokus.
  • Am 29.09.2009 wurde die Helmholtz-Alberta-Initiative unterzeichnet, in der eine Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Umweltforschung und Geowissenschaften vereinbart wurde. Mittlerweile wurde diese Kooperation um das Thema Infektionskrankheiten mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) als Partner der University of Alberta erweitert.
  • Auf Grundlage der Vereinbarung zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft (Alfred-Wegener-Institut, Geomar, Deutsches GeoForschungsZentrum) und dem Halifax Marine Research Institute, die 2012 unterzeichnet wurde, wird die deutsch-kanadische Zusammenarbeit in der Meeres- und Polarforschung weiter intensiviert.
  • Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT startete im Juli 2011 eine auf mehrere Jahre ausgelegte Zusammenarbeit mit der University of Western Ontario in London, Ontario. Deutsche und kanadische Forscher werden im gemeinsamen »Fraunhofer Project Centre for Composites Research @ Western« im Bereich Leichtbau, vor allem in Hinblick auf die Automobilindustrie, forschen. Das Zentrum wurde am 05.11.2012 offiziell eröffnet.
  • Seit Februar 2012 besteht das Max Planck UBC Center for Quantum Materials zwischen dem MPI für Festkörperphysik und der University of British Columbia, Vancouver – es ist das erste Max Planck Center mit nordamerikanischen Partnern. Deutsche und kanadische Wissenschaftler erforschen hier auf interdisziplinärer Basis die Quanteneffekte in neuen Materialien, insbesondere im Bereich Magnetismus und Supraleitung.
  • Einen weiteren Baustein der Kooperation bilden die Partnerschaften zwischen einzelnen Ländern und Provinzen: Hier kooperieren Baden-Württemberg mit Ontario, Bayern mit Quebec sowie Sachsen mit Alberta. Zuletzt wurde im Februar 2010 die "Alberta-Saxony Intercultural Internship Alliance" gestartet. An diesem Praktikantenaustausch-Programm sind 15 Hochschulen aus Sachsen und neun Hochschulen aus Alberta beteiligt.
  • Multilaterale Projekte spielen auf Grund der globalen Herausforderungen eine zunehmende Rolle, z.B. in der Umwelt- und Meeresforschung, der Raumfahrt und dem Klimaschutz. Deutschland und Kanada sind enge Partner in entsprechenden Netzwerken.
  • In den Neurowissenschaften ist die Zusammenarbeit von deutschen und kanadischen Wissenschaftlern intensiv und fruchtbar und findet vor allem im Rahmen von europäischen Initiativen, z.B. dem ERA-NET NEURON ("Network of European Funding for Neuroscience Research"), statt. Auch an den “Centers of Excellence in Neurodegeneration (COEN)” und am “Joint Programming Neurodegeneration (JPND)”, beides zunächst Initiativen von europäischen Staaten, sind kanadische Partner beteiligt.
  • Kanada hat im Jahr 2011 den Antrag gestellt, als assoziiertes Mitglied in EUREKA aufgenommen zu werden. Der Assoziierungsvertrag wurde auf der Ministerkonferenz in Budapest am 22. Juni 2012 unterzeichnet.

Ein Höhepunkt der bilateralen Kooperation

Mit einem 2011 unterzeichneten Abkommen wurden das kanadische Förderprogramm CREATE (Collaborative Research and Training Experience) und das Programm der Internationalen Graduiertenkollegs der DFG miteinander verknüpft. Seitdem hat sich die Zusammenarbeit in der gemeinsamen Nachwuchsförderung ausgezeichnet entwickelt. Derzeit werden von der DFG 42 Internationale Graduiertenkollegs gefördert, von denen sieben mit einem kanadischen Partner durchgeführt werden. Kanada ist hiermit gegenwärtig das weltweit erfolgreichste Partnerland in diesem wichtigen Programm.

Förderung der Zusammenarbeit mit Kanada

Neben der Förderung durch die Fachprogramme des BMBF unterstützt das zuständige Länderreferat 214 verschiedene Aktivitäten (z.B. Workshops, Delegationsreisen) sowie die Nachwuchsförderung. Außerdem gewinnen Initiativen zur Werbung für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland an Bedeutung.

Ansprechpartner

Dr. Barbara Hellebrandt
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
+49 228 3821-1433
E-Mail:

Quellen

BMBF

Kooperation international

Internationales Büro des BMBF

Links

Länderbericht Band 7 Kanada

Bildung und Forschung in Kanada

Government of Canada

Universities Canada

Canada Foundation for Innovation (CFI)

Canadian Institute of Health Research (CIHR)

Department of Foreign Affairs and Internatioanl Trade (DFAIT)

National Research Council of Canada (NRC)

Networks of Centres of Excellence Canada (NCEs)

Office of Energy Research and Development (OERD)

Social Sciences and Humanities Research Council (SSHRC)

Institut für Kanada Studien

Stiftung für Kanada Studien

Technology Partnerships Canada (TPC)

Botschaft von Kanada in Berlin

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ottawa

The EU-Canada Programme

DAAD- Kanada

DAAD- Stipendienprogramme Kanada

ERA CAN II

USA

(Stand November 2015)

Unter den Industrieländern sind die USA Deutschlands wichtigster Partner in der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit. Das Regierungsabkommen zur Zusammenarbeit wurde 2010 unterzeichnet und bildet den übergeordneten Rahmen der Kooperation.

Politischer Rahmen für die bilaterale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA ist dezentral organisiert und wird von den Forschungsorganisationen, Forschungsinstituten bzw. Forschern selbstständig betrieben. Das im Februar 2010 unterzeichnete Regierungsabkommen über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit verleiht der Kooperation einen übergeordneten Rahmen. Auf Grundlage diese Abkommens sind regelmäßige Joint Committee Meetings auf ministerieller Ebene vorgesehen. Ein erstes Treffen fand am 19./20.09.2011 in Berlin statt. Außerdem wurden mehr als 50 bilaterale Kooperationsvereinbarungen zwischen Einzelinstitutionen abgeschlossen, die die Basis für ein enges Netzwerk deutsch-amerikanischer Forschungsprojekte bilden.

Das WTZ-Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union von 1998 unterstreicht die europäische Dimension der Forschungszusammenarbeit, die die mittel- und osteuropäischen Staaten einbezieht, und schafft weitere Kooperationschancen.

Schwerpunkte der Kooperation zwischen Deutschland und den USA

Die Schwerpunkte in der Zusammenarbeit sind über die gesamte Breite der Forschungsgebiete gefächert. Die enge transatlantische Kooperation wird auch durch die gemeinsame Nutzung wissenschaftlicher Großgeräte in den USA und Europa dokumentiert. Hierzu gehören die Mitwirkung der USA bei DESY sowie die US-Beteiligung am Bau des Large Hadron Collider (LHC) bei CERN, einschließlich der beiden großen LHC-Experimente.

  • Am 24. Juli 2001 wurde eine Vereinbarung zwischen dem BMBF und dem Energieministerium der Vereinigten Staaten von Amerika (DOE) über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der dichten Plasmen unterzeichnet. Es ist die erste Vereinbarung auf der Grundlage eines Ressortabkommens zwischen den Ministerien vom 20. Februar 1998. Damit wird die völkerrechtliche Grundlage für eine Forschungskooperation zwischen der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) und drei amerikanischen Nationallaboratorien, dem Lawrence Livermore Nationalen Laboratorium (LLNL), dem Lawrence Berkeley Nationalen Laboratorium (LBNL) und dem Princeton Laboratorium für Plasmaphysik (PPPL), geschaffen. Gegenstand der Kooperation ist unter anderem der Aufbau des weltweit einzigartigen Lasersystems PHELIX, das in Kombination mit dem an der GSI zur Verfügung stehenden intensiven Schwerionenstrahl völlig neuartige Experimente ermöglichen wird.
  • Im April 2012 besuchte StS Schütte mit dem Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft und einer Delegation die USA. Schwerpunkt war – anlässlich der Gründung der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) – eine Verstärkung des Austauschs mit amerikanischen Partnern zum Thema der sechs großen Volkskrankheiten.
  • Die Helmholtz Forschungszentren Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Forschungszentrum Jülich haben eine Kooperation mit dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) im Bereich Solarenergie begonnen. Ein Memorandum of Understanding der vier Forschungszentren wurde am 23.06.2011 in Berlin unterzeichnet. Mit der Helmholtz NREL Solar Energy Initiative soll das Forschungspotenzial sowie die Ressourcen der Helmholtz-Forschungszentren und des National Renewable Energy Laboratory zusammengebracht werden, um gemeinsam Schlüsselthemen zur intensiveren Nutzung von Solarenergie anzugehen.
  • Für Deutschland sind die USA der wichtigste außereuropäische Kooperationspartner in den Themen Weltraum, Aeronautik und Energie. Die wichtigsten Kooperationspartner für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind die National Aeronautics and Space Administration (NASA), der United States Geological Survey (USGS), das Air Force Research Laboratory (AFRL), die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), das Renewable Energy Laboratory (NREL) sowie viele Universitäten.
  • Unter dem Dach von Fraunhofer USA operieren derzeit sechs Fraunhofer Center mit eigenen Forschungskapazitäten. Jüngstes Center in den USA ist das 2008 in enger Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) und als Außenstelle des Fraunhofer ISE gegründete Fraunhofer Center for Sustainable Energy CSE in Boston.
  • Das Max Planck Florida Institute, offiziell eröffnet 2012, will Verfahren und Technologien nutzen und weiterentwickeln, um Vorgänge im Zellinnern bis auf Molekülebene sichtbar zu machen.
  • Am 29. März 2012 gründete darüber hinaus die Max-Planck-Gesellschaft zusammen mit dem Princeton Plasma Physics Laboratory und den Nationallaboratorien in Oak Ridge und Los Alamos gemeinsam das Max-Planck-Princeton Center for Plasma Physics. Ziel ist es, das Wissen im Bereich der Fusionsforschung durch die Errichtung eines Kernfusionsreaktors zu bündeln.
  • Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) oder German Center for Research and Innovation (GCRI) New York führt seit seiner Eröffnung im Februar 2010 vielfältige Veranstaltungen durch und erhöht damit die Sichtbarkeit der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft in den USA.
  • Das Deutsche Historische Institut (DHI) Washington widmet sich der Kooperation zwischen deutschen und amerikanischen Geschichtswissenschaftlern.
  • Hervorzuheben sind auch die vielfältigen Programme zum Austausch von Studenten und Wissenschaftlern. Hier engagieren sich u.a. der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fulbright-Stiftung.
  • Im Bereich der beruflichen Bildung kooperieren das BIBB und das Department of Education auf dem Gebiet international wettbewerbsfähiger Qualifikationsstandards in der Automobilindustrie mit Schwerpunkt auf der Elektroautotechnologie und im Bereich "grüner" Berufe.
  • Unter dem Titel "Deutschland - Land der Ideen" wird seit 2007 jährlich ein gemeinsamer Messeauftritt der deutschen Forschungs- und Mittlerorganisationen sowie der Universitäten bei der European Career Fair am MIT in Boston realisiert.
  • Im Herbst 2011 startete das BMBF eine internationale Kampagne „Werbung für den Innovationsstandort Deutschland“, bei der Verbünde, bestehend aus Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern, darin unterstützt werden sollen, Kooperationen im Bereich der Medizintechnik in Zielländern wie den USA zu erschließen oder zu vertiefen.

Ein Höhepunkt der bilateralen Kooperation

Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit den USA ist die Durchführung gemeinsamer Projekte in der Gesundheitsforschung.

Im Jahr 2009 wurde eine deutsch-US-amerikanische Förderinitiative in der Zusammenarbeit in den Computational Neurosciences begonnen. Hier fördern das BMBF und die National Science Foundation (NSF) bereits in einer vierten Förderrunde bilaterale Projekte.

Im Bereich der Regenerativen Medizin unterstützt das BMBF die Projektkooperation mit dem kalifornischen Institut für Regenerative Medizin (CIRM) in der Stammzellenforschung. Erste gemeinsame Projekte wurden im Jahr 2010 begonnen. Eine Ausweitung der Kooperation ist vorgesehen.

Förderung der Zusammenarbeit mit den USA

Das BMBF fördert Projekte, in denen Wissenschaftler aus Deutschland und den USA zusammenarbeiten, zu vielfältigen Themen. Außerdem werden von Seiten des für die Zusammenarbeit mit den USA zuständigen Länderreferates Mittel für Anbahnungsaktivitäten, Workshops, den Wissenschaftleraustausch und für die Nachwuchsförderung aufgewendet. Maßnahmen zur Werbung für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland gewinnen zunehmend an Bedeutung.

In Einzelfällen können zu Themen, die für das BMBF von strategischem Interesse sind, Zuschüsse zu Sondierungs- und Vernetzungsmaßnahmen finanziell unterstützt werden.

Maßnahmen zur Sondierung und Vernetzung in Themenbereichen von besonderem BMBF-Interesse
In Abstimmung mit dem Internationalen Büro können in Einzelfällen zu Themen, die für das BMBF von strategischem Interesse sind, bilaterale Workshops und andere Veranstaltungen finanziell unterstützt werden. Dieses sollen darauf ausgerichtet sein, Partner in Forschungsbereichen zusammen zu bringen, die einen Bezug zu den Fachprogrammen des BMBF und dem europäischen Forschungsrahmenprogramm haben. In der Regel wird die Unterstützung in Form einer Bezuschussung von Reisekosten deutscher Projektteilnehmer in die USA gewährt. In Ausnahmefällen können Sachmittel (in Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung des Workshops) gefördert werden.

Die Konzeption und Vorbereitung solcher Workshops findet in Abstimmung mit dem BMBF statt. Bitte nehmen Sie deshalb vor der Beantragung Kontakt mit der fachlichen Ansprechpartnerin im IB, Dr. Barbara Hellebrandt, auf.

Besondere Aktivitäten des Internationalen Büros

Im Oktober 2010 wurde von Seiten des BMBF ein MoU zur Einrichtung des MIT-Germany Seed Funds unterzeichnet. Mit diesem neuen Mobilitätsfonds fördert das BMBF über das Internationale Büro die Kooperation von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des MIT mit deutschen Partnern. Die ersten Projekte werden ab dem Jahr 2012 gefördert, die Projekte der zweiten Rund beginnen im Jahr 2013.

Bundeskanzler-Stipendien

Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt Nachwuchsführungskraft aus den USA, der Russischen Föderation oder der Volksrepublik China, die einen ersten Universitätsabschluss (mindestens Bachelor oder vergleichbarer Abschluss) erworben daran anschließend berufspraktische Erfahrungen gesammelt und in Ihrem bisherigen Werdegang bereits in hohem Maße Führungspotential bewiesen haben. Mit dem Bundeskanzler-Stipendium haben Sie die Möglichkeit, ein selbst gewähltes Projektvorhaben bei einem selbst gewählten deutschen Gastgeber zu verwirklichen.

Fulbright Kommission

Zu den größten Austauschprogrammen gehört das Fulbright-Programm. Fulbright vergibt Stipendien (auch Reisestipendien) an Studenten, Wissenschaftler, Lehrer und Verwaltungspersonal. Voraussetzungen sind deutsche Staatsbürgerschaft, Hauptwohnsitz in Deutschland, überragende akademische/fachliche Leistungen und gute Englischkenntnisse. Bewerber müssen die allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife besitzen und mindestens 5 Semester (mindestens 2 davon an einer deutschen Hochschule) studiert haben.

Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Studienstiftung des deutschen Volkes vergibt unter anderem das ERP- Stipendienprogramm das Nachwuchskräften aller Fächer ein- bis zweijährige Studien- oder Forschungsaufenthalte an führenden Hochschulen in den USA ermöglicht. Das McCloy Academic Scholarship Program ermöglicht Studenten ein zweijähriges Masterstudium an der Harvard Kennedy School.

Teilnahme an Europäischen Programmen und Initiativen

Seit 1998 bildet das WTZ-Abkommen (Science & Technology Cooperation Agreement, S&T Agreement) zwischen der Europäischen Union und den USA die Grundlage für eine gemeinsam gestaltete Zusammenarbeit in FuE. Das Abkommen identifiziert gemeinsam festgelegte Prioritäten sowie mögliche Instrumente zur Durchführung der Kooperation und bildet den Rahmen für einen regelmäßigen politischen Dialog. Seit seinem Abschluss 1998 wurde das EU-US WTZ-Abkommen bisher drei Mal erneuert, 2004, 2009 und 2013.

Die USA sind an insgesamt 331 Projekten beteiligt, die im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms gefördert werden, darunter 245 Projekte mit deutschen Partnern. Thematisch liegt der Schwerpunkt bei der Gesundheitsforschung und den Informations- und Kommunikationswissenschaften.

Mitgliedschaften in internationalen Regierungsorganisationen

Die USA sind Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (UN), die ihren Sitz in New York hat. Die Universität der Vereinten Nationen ist ebenfalls mit einer Nebenstelle in New York vertreten.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat die Förderung von Erziehung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Information zum Ziel. Nach der Aufnahme der Palästinensischen Autonomiegebiete als Mitglied im Jahr 2011 haben die USA ihre Beitragszahlungen eingestellt. Dies stellt die UNESCO vor erhebliche finanzielle Probleme, da die USA bisher über ein Fünftel des Gesamtbudgets der Organisation bestritten hat. Die USA haben deshalb im Jahr 2013 das Stimmrecht verloren.

Die USA sind Mitglied der G8/G7, dem Zusammenschluss einiger der weltweit wichtigsten Industriestaaten. Die Wissenschaftsminister bzw. die Wissenschaftsberater (Science Advisors) der G8-Staaten bilden die Carnegie Group, die 1991 gegründet wurde und jährlich zu informellen Gesprächen zusammentritt.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fördert eine Politik, die das Leben der Menschen weltweit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht verbessert. Das Gründungsmitglied USA ist hier der größte Beitragszahler. Ein Verbindungsbüro der OECD wurde in Washington D.C. eingerichtet. Zahlreiche US-Amerikaner arbeiten im OECD-Wissenschaftsdirektorat. Im OECD-Wissenschaftsausschuss und seinen Arbeitsgruppen gehören die USA aufgrund ihrer Bedeutung zu den Haupttreibern im Vorder- wie im Hintergrund. Die USA haben einen Sitz im Vorstand der meisten Arbeitsgruppen inne.

Standort USA ist sehr attraktiv für die deutsche Forschung

Für alle deutschen Forschungs- und Förderorganisationen hat eine Präsenz in den USA einen hohen Stellenwert im Zuge einer Internationalisierung der Forschung. Fraunhofer USA ist bereits seit über 25 Jahren in den USA mit eigenen Instituten vertreten. Das Max Planck Florida Institute for Neuroscience und das Max Planck Princeton Research Center for Plasma Physics stellen wichtige Vertretungen der Max Planck Gesellschaft in den USA dar. Auch die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft kooperieren mit Partnern in den USA, zum Beispiel kooperieren die Helmholtz-Forschungszentren Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Forschungszentrum Jülich eng mit dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) im Bereich der Solarenergie. Auch die drei wichtigen Förderorganisationen Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) sind in den USA mit eigenen Vertretungen präsent. Die deutschen Aktivitäten in den USA werden nicht zuletzt durch das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) gebündelt und sichtbar gemacht.

Department of State´s International Visitor Program

http://eca.state.gov/ivlp

Das Programm für Internationale Besucher arbeitet nach dem Cultural Exchange Act von 1961 (Fulbright-Hays Act). Der Schwerpunkt des Programms liegt darauf gegenseitiges Verständnis und Verstehen durch Kommunikation auf professioneller und persönlicher Ebene zu fördern.
Das Programm bringt Teilnehmende aus aller Welt in die USA zum Treffen und Austausch mit ihren Kollegen und um die USA aus erster Hand zu erleben. Die Besucher, welche derzeitige oder potentielle Führungskräfte in Regierung, Politik, Medien, Bildung und anderen Bereichen sind werden von Vertretern der USA in den jeweiligen Herkunftsländern bestimmt. Mehr als 200 derzeitige und ehemalige Staatschefs, 1,500 Minister und viele weitere Führungskräfte im Regierungs- und Privaten Sektor haben bereits an dem International Visitor Program teilgenommen.
Das Department of State organisiert dieses Programm gemeinsam mit non-profit Organisationen welche Kooperationsabkommen mit dem Department of State vereinbart haben.

Ansprechpartner

Dr. Barbara Hellebrandt
Königswinterer Str. 522 - 524
53227 Bonn
Tel: +49 228 3821-1433
E-Mail:

Quellen

BMBF

Kooperation international

Internationales Büro des BMBF

Links

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Washington

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin

Bundeskanzler-Stipendium für künftige Führungskräfte

Fulbright Kommission

Studienstiftung des deutsches Volk

US Department of Education

Office of Science and Technology Policy

Education USA

National Science Foundation

DFG- USA

DAAD- USA

DAAD Stipendiendatenbank USA

zuletzt verändert: 10.03.2016